
genau 22 tage ist es her, als eine stimme aus dem radio die gesellschaft das erste mal daran erinnerte, dass auch dieses jahr der muttertag wieder am 13. mai stattfindet. wer hätte das gedacht. nicht zu überhören war dabei, dass es sich um eine stimme, die allseits für eine große firma bekannt ist, handelte. ein unternehmen, welches dank dem muttertag lukrative geschäfte verzeichnen kann.
die tage vergingen, die stimmen wurden häufiger und noch dazu von schaufenstern und selbstverständlich von anderen medialen formen der werbung unterstrichen. doch was bewirken diese stimmen?
wecken sie uns auf, um uns mitzuteilen, dass wir eine mutter haben, welcher wir dankbar sein sollten? wecken sie uns auf, um ins geschäft zu gehen und dort, auf den muttertag abgestimmte, artikel zu kaufen? oder braucht sie uns nicht mehr aufzuwecken, da wir auch ohne konsumorientierten ‘feiertage’ die präsenz unser mutter zu schätzen wissen?
was ich sagen möchte, nimmt der letzte satz voraus.
zweifelsohne gehört es irgendwie dazu, an diesem ‘muttertag’ etwas besonderes zu machen. früher brachen wir frühmorgens auf, um blumen zu pflücken oder das frühstück zuzubereiten und anschließend ein gedicht aufzusagen. heute?
heute sollten wir begreifen, dass es nicht nur an diesem 13. mai angemessen ist, sich zu bedanken.
